Die Briefschreiberin ist ein Roman, der seinen Schauplatz in der nahen Zukunft hat. Vieles, was wir in der heutigen Zeit erleben, bildet die Grundlage für unsere Zukunft, für die Zukunft unserer Kinder und Enkel.

Lara, die Protagonistin in dem Roman, stellt sich irgendwann - für den Leser - die entscheidene Frage:
"Warum haben unsere Großeltern das nicht erkannt? Warum haben sie nichts dagegen gemacht?

Wir leben in einer Zeit, in der wir noch handeln können, in der wir JETZT handeln müssen.

***

Das Buch um die 160 Seiten, 14,8 x 21 cm und erscheint als Taschenbuch über die Edition Lumen, Preis 8,95 €

***

Rückentext

Südbaden im Jahr 2066.                                              .
Die nukleare Katastrophe im Jahr 2017 an der deutsch-französischen Grenze im Elsaß, hatte nicht nur das Leben der Menschen in dieser Region verändert, sie war der Beginn einer globalen Veränderung, die dramatische Folgen hatte. In diese Zeit wird die junge Gesundheitsinspektorin Lara geboren, die isoliert in einer der wenigen Städte aufwächst. Fast zu spät gelingt ihr die Flucht mit Hilfe eines alten Freundes aus dem Wahnsinn von Gedankenkontrolle und Vernichtung, und führt sie zu den „Wegbereitern“, die versteckt in den vielen Tunnelsystemen des Schwarzwaldes und der Alpenkette im Süden  überlebt haben.
Was sie hier erfährt, stellt ihr gesamtes Weltbild, und auch ihre eigene Existenz, in Frage stellt.
Sie ist eine der wenigen Menschen, die nicht künstlich in einem Labor gezeugt wurden, und besitzt Fähigkeiten, die sie zu einer Briefschreiberin machen.
Was für sie unglaublich und vollkommen verrückt klingt, soll bald ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen. Von ihr wird erwartet, dass sie dem Oberhaupt der Weltkirche einen Brief schreibt. Doch wie soll das gehen, wenn man weder an Gott, noch an Verschwörungstheorien glaubt? Für Lara bedeutet dieser Schritt nicht nur eine unmenschliche Herausforderung, sondern auch ein enorm gefährliches Abenteuer in eine ungewisse Zukunft.   


Begriffe aus dem Roman

Wer sind die Unsichtbaren?
Die Unsichtbaren sind jene Menschengruppen, die dem Trend der globalen Führung kritisch gegenüberstanden und sich rechtzeitig von den neuen Systemen isoliert haben, indem sie eigene Wasser- und Energieversorgungen aufgebaut haben, um sich unabhängig zu halten. Sie leben in der Toten Zone, jenem kontaminierten Gebieten, zu denen die übrige Bevölkerung keinen Zutritt hat. Sie sind somit für die anderen unsichtbar.

Was genau ist das Talent der Briefschreiberin?
Es ist eine Art der Fernwahrnehmung, die es ermöglicht, Botschaften - auch über mehrere Kilometer hinweg - verschlüsselt oder unverschlüsselt über die Gedanken zu senden. Ferner entdeckt sie die Telepathie für sich, um in Kontakt mit anderen Menschen zu treten. Sie schreibt also Briefe, ohne Papier oder Stift zu benutzen - ohne Spuren zu hinterlassen.

Was genau ist Tutamen 2080?
Tutamen ist ein Medikament, das - wie der lateinische Name schon verrät - ein Schutzmittel ist. Es wurde 2029 auf dem Markt gebracht und hat die Fähigkeit, den Zellkern vor Radioaktivität zu schützen. Da es sich aber um ein sehr kompliziertes Medikamnet handelt, hat es dementsprechend auch Nebenwirkungen. Es wird der Bevölkerung verschwiegen, dass es die Blut-Hirn-Schranke nicht vollständig durchdringt und daher nur unzureichend in die Zellen eindringen kann.



 

 

Auszug aus dem Roman
Bitte beachten Sie und haben Sie Verständnis dafür, dass der Text noch nicht bearbeitet und korrigiert wurde!

PROLOG

Es war nur ein Traum und dennoch war er so real, dass meine Haut fieberte und ich wie von Sinnen meinen Gedanken in der aufkommenden Dämmerung nachging.

Draußen war es still.

Die lärmenden Straßen ruhten noch in der abgeschiedenen Dunkelheit. Nur hier und da konnte ich das Brummen eines Motors oder das Schreien eines Sterbenden hören. Langsam zog sich ein heller Faden am Horizont entlang, der auch mein Zimmer erhellte.

Seit Stunden lag ich fast bewegungslos in meinem Bett und dachte an diesen Traum.

Er machte mir Angst und mit jeder Sekunde, in der sich mein kleines Dachzimmer erhellte, schwand auch die Erinnerung an ihn. Zurück blieb ein fader Geschmack von Endzeitstimmung, wie sie unter den Armen und in den dunklen Spielunken prophezeit wurde.

Angst hatte sich unter den Menschen breit gemacht. Eine sprachlose Angst, die sich in die leeren Gesichter einge-fressen hatte. Sie kam irgendwann aus dem Nichts hervor und wurde als neue Seuche, als erneuter Klimawandel und Gesetzesänderung den Unwissenden und Tauben verkauft. All denen, die sahen und dennoch blind waren und nicht hören konnten.

Den bequemen, die sich sicher fühlten und nicht an das Hier und Jetzt dachten, an die eigene Zukunft oder auch an die verbotene Vergangenheit.

Die Lüge griff immer weiter um sich und wurde ständig als Wahrheit verkauft, wie seit Jahrhunderten. Und die Hand, die sich dagegen auflehnte wurde auf sensible Weise unterdrückt, verrückt gemacht, ermordet. Ja, mordet! Ihr wurde erst der Glauben und die Existenz genommen. Die eigene Persönlichkeit und die freie Entscheidung. Bis hin zur vollständigen Auslöschung durch das schleichende Gift, das man in Luft und Wasser mischte, um sich jeder Schuld zu entledigen. Doch wer fragte schon nach Schuld? Sie war altmodisch geworden und hatte keinen Platz mehr in der modernen Gesellschaft.

"Frau, sag ihnen, sie müssen den Einen retten, sonst war alles umsonst!"

Das war alles, was ich aus diesem seltsamen Traumgebilde mitnehmen konnte.

Da wachte ich auf.

 

Ich folgte meinem morgendlichen Ritual und griff nach den Tabletten, die in meiner Nachttischschulblade lagen. Automatisch drückte ich die harte Alufolie durch und ließ die kleine Droge direkt auf meine Zunge fallen, bevor ich sie mit einem Schluck Wasser in die endlose Weite meines Körpers hinunter spülte.

Ein tiefer Atemzug ließ den letzten Gedanken an die vergangene Nacht endgültig verschwinden.

Eine Nacht, die mein ganzes Leben verändern sollte.

Eine Nacht, die mich noch lange nicht loslassen und vor allem verfolgen würde.

Damals wusste ich noch nicht, dass von diesem Tag an nichts mehr so sein würde wie früher. Hätte ich es an diesem stillen Sommermorgen gewusst – ich hätte niemals aufwachen wollen.

Seite 7 f


 

 

 


Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!